Tapferes Schneiderlein- Tag 10.08.26
Liebes Tagebuch,
“Sieben auf einen Streich?”
Diese Worte ertönen heute laut aus dem Mobby, als wir uns nach dem Wecken dorthin aufmachten. Neugierig, wer da unsere morgendliche Ruhe gestört hatte, die wir nach der turbulenten Nacht so sehr brauchten, strömten wir ein und blickten auf einen kleinen Schneider. Ein König stand vor ihm, und musterte beeindruckt den Gürtel des Schneiders. Auf diesem stand in großen Buchstaben “Sieben auf einen Streich”.
Als der König aus dem Mobby marschiert war, wandte sich das Schneiderlein an uns und beichtete, der König habe die Aussage missverstanden und hielt ihn für einen großartigen Helden und Krieger. Dabei war er doch nur ein einfaches Schneiderlein, dass mit viel Glück sieben Fliegen auf einen Streich erwischt hatte! Doch um die wunderschöne Königstochter heiraten zu dürfen, hatte der König ihm einige schwierige Aufgaben aufgetragen, die es zu bewältigen galt. Natürlich boten wir ihm bereitwillig unsere Hilfe an, um auch diesem Märchen ein glückliches Ende zu bescheren.
Aufgeteilt in vier Gruppen machten wir uns auf, um die Aufgaben zu bewältigen. Wir übten Geschicklichkeit und Schnelligkeit, tricksten Riesen aus und fingen Eber ein.
Nachdem die vielen anstrengenden Herausforderungen gemeistert waren füllten Currywurst und Brötchen unsere Energiespeicher wieder auf. Außerdem gab noch eine wichtige Mitteilung der Tagesleitung: Wir hatten Besuch bekommen!
Sigrun Mei hatte den langen Weg mit dem Zug von Rottweil nach Sulzbach-Laufen auf sich genommen, um gemeinsam mit einigen Gruppenkindern einen Jugendgottesdienst für uns zu gestalten. Unter dem Sonnensegel sprachen wir über unsere Lagergemeinschaft und über die Werte, die uns zusammenhalten.
Nach diesem entspannten Nachmittag war aber keine Zeit zum Chillen. Denn der Schneider und die Königstochter luden ein: Zur Hochzeitsfeier im Mobby! Mit geweckter Feierlaune und vollen Bäuchen dank Chilli sin Carne wurde im Mobby das Tanzbein bis zum umfallen geschwungen. Todmüde von der letzten Nacht und diesem anstrengenden Tag fielen wir nach dem Zähneputzen sofort in unsere Feldbetten.