Aschenputtel-Tag 13.08.26

Liebes Tagebuch,

heute war es leider schon soweit: Der letzte Mottotag unseres Sommerlagers stand an. Von der ältesten Gruppe geweckt und gespannt auf den kommenden Tag, fanden wir uns wie gewohnt im Mobby zum Frühstück ein, bevor wir uns in Gruppen aufmachten, um den anstehenden Stationslauf zu bewältigen. Die heutige Besonderheit: Da die ältesten Gruppen die Tagesleitung übernommen hatten, durften die Leitenden zurück in die Rolle den Gruppenkindes schlüpfen.

Unter enormem Gequengel der Leitenden als Gruppenkinder absolvierten wir dennoch erfolgreich den Stationslauf: Parcours wurden in Ballerinas bezwungen, Gummistiefel wurden um die Wette geschmissen und wir halfen Aschenputtel beim Sortieren der Linsen aus der Asche.

Im Mobby hatten wir außerdem die Möglichkeit, unsere märchenhaftesten Pferdeträume zu verwirklichen: Für den geplanten Hobby-Horsing-Wettkampf konnten wir uns unsere eigenen Pferdchen aus allem, was die Bastelkiste so hergab zum leben erwecken.

Nach dem Mittagessen war es dann endlich soweit! Wir versammelten uns hinter der Tagesleitungs- Jury unter dem Sonnensegel und beobachteten die wildesten Choreografien der verschiedenen Gruppen. Ob zu Shirin David oder zu den fragwürdigsten Techno-Liedern, lieferten alle Gruppen unfassbare Darbietungen mit Gastauftritten von Hobby-Horsing Horst.

Von der Hitze geplagt stand nach diesem Mega-Event erst einmal Erholung und Chillen auf dem Plan, doch die Aufregung auf den kommenden Gala-Abend ließ selbst unsere entspanntesten Lagerseelen nicht kalt. Stattdessen wurde also gebadet und geduscht, bis auch jedes letzte Körnchen Lagerdreck verschwunden war und der Spiegel an der Waschstelle wurde zur Hauptattraktion des Zeltplatzes.

Leider mussten wir uns noch mit den lästigen Gruppenbildern der PR aufhalten , bevor wir dann endlich das Mobby stürmen konnten, wo wir bereits von dem unverkennbaren Gala-Abend-Geruch empfangen wurden. Es folgten mehrere Stunden des puren Verwöhnungswahnsinns: Das ausgiebige Drei-Gänge-Menü der Küche kam wirklich allen noch so großen Wünschen nach und ließ keinen hungrig zurück.

Nach dem Essen kamen uns sogar noch Doc Croc und Yoyo besuchen, um mit uns das gefüllte Märchenbuch zurück an Schwester Grimm zu übergeben. Unser Lagermärchen war gerettet!

Mit vollgeschlagenen Bäuchen rollten wir anschließend zufrieden in unsere Zelte, um eine letzte richtige Lagernacht in unseren Zeltgruppen zu verbringen. Mit dem Wissen, dass morgen der gefürchtete Abbau-Tag anstand, schliefen wir alle sofort ein, denn ausgeschlafen schafft es sich ja bekanntlich am besten.

Lukas Klaiber